Fazit

Hallo meine Lieben!

Genau vor einem Jahr, am 26. Juli 2017, bin ich mit der Ayusa Gruppe nach New York geflogen. Bei Facebook habe ich gesehen, dass gestern die erste Gruppe wieder in ihr Abenteuer gestartet ist. Ich würde alles dafür tun um wieder dabei zu sein. Es ist Wahnsinn wie schnell diese 11 Monate vorbeigegangen sind. Vor allem nach den Osterferien/ Spring break ist die Zeit wie im Flug vergangen. Um ehrlich zu sein hatte ich nicht sehr viel Zeit mich um den Blog zu kümmern und euch neues zu erzählen. Ich möchte einfach nur zurück in die USA und alles noch mal erleben. Meine Freunde und Familie vermisse ich schon sehr. Seit einem Monat bin ich jetzt wieder zu Hause und versuche mich gerade wieder einzuleben. Dabei fällt mir auf, dass sich vieles verändert hat. Nicht nur ich habe mich verändert, sondern auch die Umgebung um mich herum. In dem einem Jahr habe ich total vergessen, dass die Welt in Deutschland auch weitergeht. Vor den Sommerferien musste ich noch 3 Wochen Schülerpraktikum machen und jetzt in den Ferien gehe ich ins Fitnessstudio, treffe mich mit Freunden und hole Stoff für die Schule nach, da ich nicht das Schuljahr wiederholen werde.  Meine ganzen Fotos habe ich zusammengestellt und mehr als 300 Bilder habe ich zum entwickeln eingeschickt, damit ich die in ein Fotoalbum einkleben kann.

Dieses Austauschjahr war echt die beste Entscheidung in meinem Leben. Ich habe dadurch mich selber viel besser kennengelernt, neue Sachen ausprobiert, ein anderes Leben und eine andere Kultur kennengelernt. Aber was mir am meisten bedeutet sind die neuen Freundschaften die ich geschlossen habe. Und da bin ich mir ziemlich sicher, dass die fürs Leben halten. Ich habe eine neue beste Freundin gefunden mit der ich so gut wie jedes Wochenende etwas unternommen habe und alles anvertrauen konnte. Als Abschiedsgeschenk habe ich ihr Poster mit all unseren Fotos gemacht und auf die Rückseite einen Brief geschrieben. Sie hat mir ein kleines Fotobuch zusammengestellt. Jetzt versuchen wir regelmäßig zu telefonieren und täglich zu schreiben. Ab und zu schreiben wir uns auch Briefe.

Ich hatte mit meiner Gastfamilie sehr viel Glück und ich weiß, dass meine Gastfamilie immer die Türen für mich aufhat und ich immer wieder kommen könnte. Meine Gastfamilie war immer für mich da und hat mir diesen Traum in Florida ermöglicht. Mein Gastvater hat mich durch die Gegend gefahren und mir bei Wettkämpfen zugeguckt. Mit meinen Gasteltern habe ich den großen Roadtrip im Winter gemacht und sie haben mich überall mit hingenommen. Es ist nicht selbstverständlich für einen fremden Teenager so offen zu sein und Zeit zu investieren.

An meiner High School wurde ich immer akzeptiert und integriert. Dabei wurde ich nicht wie eine besondere Schülerin behandelt, sondern so wie jeder andere auch. Von vielen kriegt man Komplimente auf Grund des deutschen Akzentes, was mir am Anfang nicht so gut gefallen hat, weil dann alle direkt wussten, dass ich nicht aus den USA kam, aber dafür haben sehr viele Freunde Interesse gezeigt und mich nach Deutschland gefragt. Eine der besten Entscheidung war es in Sportteams zu sein. Angefangen mit Schwimmen, was mir erleichtert hat einen Fuß zu fassen und Freunde zu finden, über Gewichtheben bis hin zu Track& Field wo ich Stabhochsprung gemacht. Ich hätte niemals gedacht das ich weder Gewichtheben noch Stabhochsprung jemals machen würde. Trotzdem hatte ich sehr viel Spaß und hatte mit unterschiedlichen Leuten zu tun. Mein Englisch ist auch sehr viel besser geworden und auch wenn ich am Anfang mehr verstanden habe, als ich reden konnte, hat es sich super entwickelt und kann mir dafür selber auf die Schulter klopfen. Zwischendurch denke ich immer noch auf Englisch, was etwas gewöhnungsbedürftig ist.

Keiner kann einem die Erinnerungen nehmen und es wird nicht das letzte Mal gewesen sein, dass ich dort war. Gerade fühlt sich nur alles an wie ein Traum und das es nie stattgefunden hätte. Ich muss es alles erst einmal verarbeiten und mich wieder hier einleben. So ein Austauschjahr geht nicht einfach an einem vorbei. Verstehen kann es keiner so richtig wie einer, der im Ausland war für eine längere Zeit. Einem wird bewusst, dass man sich mehr auf einen selber stellen muss und dadurch selbstständiger wird und vor allem offener sein muss.

Allen zukünftigen Austauschschülern wünsche ich eine wundervolle Zeit. Lasst euch auf dieses Abenteuer und neue Sachen ein. Seid offen für alles und jeden. Genießt die Zeit und wenn es mal nicht so läuft wie ihr es euch vorgestellt habt, dann denkt dran, dass es auch nur eine Phase sein wird. Ayusa ist immer für euch da und seid nicht zu schüchtern euch zu melden, wenn es Probleme geben sollte. Habt keine Angst vor dem ersten Schultag an eurer neuen Schule. Die Leute sind alle super nett und helfen euch immer. Beim Lunch könnt ihr einfach mit anderen mitgehen und euch zu denen setzen. Und auf jeden Fall solltet ihr Mac & Cheese probieren. Das war mein absolutes Lieblingsessen dort. Am Ende des Schuljahres ist es eine gute Idee das Yearbook zu kaufen und eure ganzen Freunde und Lehrer darin unterschreiben zu lassen. Und natürlich ist es eine schöne Erinnerung an eure Schule und euer amerikanisches Schuljahr.

Jetzt freue ich mich auf das Nachtreffen in Berlin im September mit den anderen Austauschschülern und verabschiede mich hiermit von meinem Blog!

Eure Sarah

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