Hurricane

Ich habe meinen ersten Hurricane erlebt und überstanden. Es war so ein komisches, aber auch aufregendes Erlebnis. Meine Familie hatte beschlossen zu Hause zu bleiben. Alles was wegfliegen könnte haben wir gesichert und die Haustür haben wir abgedeckt. Die Supermarkt Regale waren ausgekauft und alle Läden haben geschlossen. Leute die am Meer oder Fluss wohnen haben ihre Häuser verlassen und andere haben ihre Fenster und Türen zugenagelt. Jeder hat alles Mögliche versucht. 

Der Sturm und der Regen waren so heftig, dass ich dachte, dass Haus würde wegfliegen. Als es geblitzt hat, leuchtete der Himmel türkis. Auf gewisse Weise sah es schön aus, aber es war auch unheimlich. Geschlafen hat in der Nacht keiner wirklich gut. Um 1 Uhr ist dann der Strom ausgefallen, den wir nach 15 Stunden endlich wieder zurück hatten, um 4 Uhr gab es eine Tornado Warnung, die sich aber aufgelöst hat und am nächsten Morgen sah die Welt irgendwie anders aus. 

Komisch, dass der Hurricane genau am 9/11 eingetroffen ist. 

Heute waren wir mit dem Aufräumen beschäftigt und wenn man durch die Nachbarschaft fährt, dann sieht man hohe Berge von Ästen, umgekippte Bäume und viele Bewohner in ihren Vorgärten. Die Ampelanlagen funktionieren immer noch nicht und viele Häuser und Läden sind noch ohne Strom. In einem Teil der Stadt steht noch vieles unter Wasser und die Brücken über den River sind gesperrt. Die Schule ist seit Freitag geschlossen und wir müssen auch Donnerstag erst wieder hin. 

Es war auf jeden Fall ein Ereignis, dass man so schnell nicht wieder vergisst. 

Nächstes Wochenende fahren wir nach Tampa und mal gucken wie es dort ausschaut. 

 

Meine ersten Schulwochen

Hey friends,
Ich wollte auch mal wieder hier auf meinem Blog aktiv werden.

Meine ersten Schulwochen sind jetzt vorbei und ich bin wirklich froh hier zu sein.

Zur Schule fahre ich immer mit dem Bus, der um 6.22 Uhr bei mir hält. Um 7.15 Uhr fängt die Schule an und endet um 14 Uhr. Von 14.30-16.30 Uhr habe ich dann jeden Tag Schwimmtraining. Ich liebe mein Team und die Zeit die wir zusammen verbringen. Durch das Schwimmen habe ich viele neue Freunde kennengelernt mit denen ich viel Spaß habe. Letzte Woche hatten wir auch unseren ersten Wettkampf, der soweit eigentlich ganz super gelaufen ist, bis es angefangen hatte zu Gewittern. Da wir draußen schwimmen, mussten wir den Wettkampf abbrechen. Die Veranstaltung ist wesentlich kleiner und komplett anders als in Deutschland. Das war eine Umstellung, die aber möglich war. Manchmal ist es echt anstrengend Sport zu treiben, weil es so warm ist, aber wir werden schön braun und bis jetzt habe ich es geschafft keinen Sonnenbrand zu bekommen.

Als Schulfächer habe ich an A-Days: English, Algebra, Culinary Arts, Physics und an B-Days habe ich French, HOPE (Health Opportunity Physical Education), US History and Individual Dual Sports. Zur Erklärung, die beiden Tage wechseln sich immer ab, was manchmal echt verwirrend ist. Ich gehe hier aber gerne zur Schule und freue mich immer auf Lunch mit meinen Freunden. Wenn ich nach der Schule nach Hause komme, bin ich ziemlich müde und gehe relativ früh schlafen.

Am Wochenende gehe ich oft ins Gym oder wir unternehmen etwas und Sonntags besuchen wir die Kirche. Ich finde die Kirche hier einfach viel cooler und die Bänke sind so bequem. Letztes Wochenende war Youth Sunday wo wir Jugendlichen den Gottesdienst gestaltet haben. Die Leute hier sind alle so super nett und hilfsbereit. Mit meiner Gastfamilie komme ich super klar und wir haben viel Freude zusammen. Mir meinem Gastbruder war ich Golf und Disc Golf spielen, was sehr viel Spaß gemacht hat, aber nicht ganz so einfach war.

Heute ist Labor Day und wir haben schulfrei. Vielleicht gehen wir heute an den Strand, aber mal gucken was sich sonst noch so ergibt.

Ich melde mich, eure Sarah.

New York, New York!

Hey friends, 

am Mittwoch Morgen bin ich früh aufgestanden, denn es hieß: ES GEHT LOS NACH NEW YORK! 

Mit meiner Schwester, Mama und Papa bin ich dann zusammen zum Flughafen nach Düsseldorf gefahren. Dort haben wir meinen Koffer abgegeben, dann waren wir schnell zum Bäcker gegangen und dann hat mir meine Schwester noch Geschenke gegeben. Und daaaann musste ich durch den Security Bereich. Also musste ich mich verabschieden und das war nicht gerade einfach. Wir haben noch letzte Fotos gemacht und dann war ich weg. Doof wie ich war, habe ich Taschentücher vergessen und musste erstmal Fremde fragen, ob die nicht eins für mich haben. 

An meinem Gate habe ich auch schon die Erste von Ayusa getroffen und kurz darauf auch noch zwei andere. Im Flieger saßen wir dann zwar alle getrennt, aber die Flugzeit war auch nicht so lang. Aus dem Fenster habe ich noch meine Family auf der Aussichtsplatform gesehen und aus dem nichts musste ich losheulen. Naja egal, meine Nase lief und ich hatte ja kein Taschentuch, da bin ich meinem Sitznachbar ordentlich auf den Keks gegangen. 

In Frankfurt mussten wir dann erst durch eine Passkontrolle und dann sind wir auch auf die  Ayusa Gruppe getroffen. Dort haben wir unsere Namensschilder bekommen und dann hatten wir auch schon Boarding. Wir mussten noch etwa 45 Minuten warten bis wir dann starten durften. Das war so ein riesen Flugzeug!

Der Start war ziemlich rappelig, aber als wir dann unsere Flughöhe erreicht hatten ging es eigentlich. Ich habe Filme geguckt, gegessen, geschlafen,  meinen Brief von meiner Schwester endlich öffnen dürfen und mein Abschiedsbuch gelesen. Vielen Dank an alle, die darein geschrieben haben! So ging die Zeit dann eigentlich doch schneller rum als ich gedacht hatte. 

Angekommen im Flughafen mussten wir wieder durch eine Passkontrolle und dann konnten wir unsere Koffer vom Gepäckband holen, was echt überfüllt war, weil wir so lange brauchten. Und dann mussten wir auf den Shuttle zum Hotel waren. 

Im Hotel haben wir unsere Zimmerkarten bekommen, konnte auf unser Zimmer (4-er Zimmer) und Abends gab es Pizza. Mehr haben wir auch nicht gemacht. 

New York Tag 1: 7.15 Uhr Frühstück, 8.30 Uhr Abfahrt Richtung City

Geschlafen haben wir eigentlich echt gut, aber wir haben mindestens 4 mal einen Good Morning Call bekommen, dass wir aufstehen sollten, den wir überhaupt nicht brauchten, und so wurden wir ständig gestört.

Angefangen haben wir mit einer Walking Tour durch den Central Park, bei der man viele berühmte Gebäude aus Filmen wieder erkannt hatte. Danach sind wir mit unserem Bus über die Fifth Avenue gefahren und sind an den Trump Towers, Rockefeller Center, St. Patrickˋs Cathedral, Main branch of NYC Public Library vorbei gefahren und haben einen kurzen Halt am Grand Central Terminal gemacht. Dann ging es im Bus weiter am Empire State Building, Flatiron, Union Square, Greenwich Village und East Village vorbei. Ein Tourguide hat uns begleitet und uns zu jeder Sehenswürdigkeit etwas erzählt. Natürlich alles auf Englisch.

Zum Lunch sind wir in den Washington Square Park gegangen und kurz darauf sind wir wieder in den Bus gestiegen und sind durch Soho, Chinatown, Little Italy, Tribeca Civic Center und durch  Meatpacking Distric gefahren. Anschließend sind wir über die High Line gelaufen und hatten dann Freizeit am Herald Square wo wir alle shoppen gegangen sind. 

Abends waren wir im Hard Rock Cafe essen und das Essen war einfach nur richtig geil. Hinterher hatten wir noch Freizeit am Times Square. Ich hätte so viel kaufen können, weil auch echt alles reduziert war, aber ich musste mich echt zurückhalten nichts unnötiges zu kaufen. 

Mit dem Bus sind wir dann zurück gefahren und haben dann auch ziemlich schnell das Licht ausgemacht, weil wir echt müde waren. Sowohl vom Program als auch vom Jetlag her. 

New York Tag 2: 7.15 Uhr Frühstück, 8.30 Uhr Abfahrt Richtung City

Diese Nacht haben wir keine Good Morning Calls bekommen, was wahrscheinlich daran lag, das wir an der Rezeption darum gebeten hatten das wir diese nicht erhalten wollen. 

Angefangen haben wir unseren Tag am 911 Memorial und danach mit einem Shopping Aufenthalt im Century 21. Gefolgt von einer walking tour of Financial District über die Wall Street. Das war unser Vormittag. 

Vor dem Lunch haben eine Freundin und ich noch Fotos mit der Brooklyn Bridge im Hintergrund gemacht und nach dem Lunch haben wir die Bootstour zur Liberty Statue gemacht. Ich persönlich fande die richtig chillig. Wir haben viele Fotos gemacht und die Aussicht genossen. Danach saßen wir wieder im Bus und sind zur Brooklyn Bridge gefahren und dann darüber gelaufen. Das war echt anstrengend, weil die Sonne geschienen hat und es ja keinen Schatten gab, aber danach konnten wir Eis essen gehen, bevor wir anschließend nach Coney Island gefahren sind. Vorbei an DUMBO, Carroll Gardens, Gowanus, Sunset Park, Bay Ridge und Gravesend. In Coney Island hatten wir etwa 45 Minuten Freizeit, die meine Freundin und ich zum Donut essen genutzt haben. Zum Abendessen sind wir Pizza essen gegangen zu einer der besten Pizzerien in Brooklyn. 

Als Abschluss von unserem New York Aufenthalt sind wir zu Top of the Rock gefahren und dort mit dem Aufzug 69 Stockwerke hoch. Dort oben war eine wunderbare Aussicht und natürlich durften Fotos da nicht fehlen. 

Zurück im Hotel haben wir unsere Koffer gepackt und sind schlafen gegangen. Die Nacht über mussten wir zu unterschiedlichen Zeiten das Hotel verlassen und zum Flughafen fahren, wo wir zu unseren Gastfamilien geflogen sind. 

 

Fazit: New York war ein riesen Abenteuer und echt mega cool und eindrucksvoll alles mal in echt zu sehen. Dafür aber auch anstrengend… Es hat jede Menge Spaß gemacht und ich würde dieses Program immer wieder mitmachen wollen. New York ist echt eine Stadt die niemals schläft. Durch dieses Erlebnis habe ich eine wirklich gute neue Freundin kennen gelernt, zu der ich immer noch Kontakt habe und auch weiter führen möchte. Sie ist genau so ein cooler Mensch wie ich und wir werden uns in Deutschland treffen und uns berichten. 

Eure Sarah

Koffer packen und meine letzten Tage in Deutschland

Hey Leute, 

Ich wollte euch noch etwas über das Packen von meinem Koffer erzählen. 

Also angefangen habe ich am Sonntag mit einer riesen Packliste, damit ich ja nichts wichtiges vergesse. Im Groben wusste ich aber vorher schon was ich mitnehmen möchte, so dass dies auch nicht die größte Arbeit war. 

Ich habe einen großen Koffer mitgenommen und als Handgepäck einen Rucksack, wo alles wichtige drin war, wie Reisepass, Impfausweis, Geld, wichtige Unterlagen/ Dokumente, elektronische Geräte, Kissen…

In meinen Koffer habe ich auch echt nur das Nötigste gepackt, weil man kann ja nicht seinen ganzen Kleiderschrank mitnehmen und zu Not kann man sich ja auch immer noch was kaufen (wobei ich nicht wiedersprechen kann).

Ein Paar T-Shirts, lange Hosen, kurze Hosen, Unterwäsche, Sportsachen, persönliche Gegenstände, Socken, Schuhe, Kulturbeutel,… 

Als Gastgeschenk habe ich ganz viel Schokolade mitgenommen und ein Magnet von Köln und dem Kölner Dom.

Ich habe immer mal wieder etwas in den Koffer gepackt und musste auch auf manche Sachen noch warten die in der Wäsche waren vom Urlaube. Endgültig habe ich meinen Koffer dann am Dienstag Abend zugemacht. Problem war eher, dass ich zu viel Gewicht hatte, als das ich keinen Platz mehr hatte.

An meinem letzten Tag in Deutschland habe ich noch kleine Besorgungen gemacht, war beim Friseur und hab mir meine Haare kürzer schneiden lassen, war im Fitnessstudio und hab Zeit mit meiner Familie verbracht und ich habe noch mal mein Lieblingsessen gegessen. Ach ja und ich habe mich schon mal zusammen mit einer Freundin eingeckecht und mir Sitzplätze am Fenster ausgesucht. 

Dann hieß es für mich: Letzte Nacht in meinem eigenen Bett und morgen geht das große Abendteuer los. 

Eure Sarah

Tränen akzeptiert

Hey Friends, 

Unfassbar wie schnell der letzte Monat umgegangen ist. Endlich habe ich alles zusammen und auch meine letzte Impfung habe ich bekommen. Und jetzt ist es echt nicht mehr lange bis zu meiner Ausreise! Um es genau zu nehmen: 10 Tage! Wahnsinn oder?

Gestern sind meine Fluginformationen endlich angekommen, die ich mir voller Freude durchgelesen habe.

Mit meiner Gastmutter habe ich auch gerade sehr viel Kontakt und sie freuen sich schon sehr mich persönlich kennen zu lernen.

Heute war der letzte Schultag und es gab Zeugnisse. Was aber dazu kommt ist, dass ich mich von meinen ganzen Freunde verabschieden musste. Ich muss sagen, dass ich die süßesten und besten Freunde habe, die man sich nur wünschen kann und deswegen war es uns allen nicht möglich die Tränen zu unterdrücken. Meine Freunde haben mich mehrere male umarmt und mir ganz viel Glück und so weiter gewünscht und wollten mich nicht gehen lassen.

Da eine meiner besten Freundinnen nach Kanada geht, war es geteiltes „Leid“ und sie ist genau so sensible wie ich und wir haben uns gegenseitig geholfen und unterstützt. Mir zumindest gibt es Kraft eine Vertraute zu haben, die das selber fühlt wie ich. Wir hatten uns fest vorgenommen nicht in Tränen auszubrechen, aber das haben wir wohl nicht geschafft. Aber warum nicht rauslassen, wenn es sein muss?
Gestern musste ich mich aber auch schon von meinen Freunden beim Schwimmen verabschieden und das war auch echt nicht einfach. Ich werde meine Freunde schon sehr vermissen, aber ich freue mich auch schon neue Freunde kennenzulernen.

Es ist ein komisches Gefühl, dieses Gewissen zu haben, dass man 10 Monate lang seine Freunde nicht sieht, diesen bestimmten Ort betritt, letzte Gitarren Stunde, Schwimmtraining oder einfach irgendetwas das letzte mal war, bevor man geht. Ich kann das alles noch nicht realisieren. 

Der Abschied fällt mir aber trotzdem leichter als ich gedacht habe, auch wenn es sich nicht so anhört. 

Letztes Wochenende habe ich noch eine Abschiedsparty gegeben. Erst mit meiner Family und Verwandten und am nächsten Tag noch mit meinen Freunden. Es war noch mal richtig cool mich mit allen richtig zu Unterhalten und Spaß zu haben. Mit Hilfe meiner Eltern habe ich alles schön mit Amerika Flaggen und Lichterketten dekoriert. Wir haben gegrillt, waren schwimmen im Pool und meine Freunde haben noch bei mir übernachtet nachdem wir lange am Lagerfeuer geseßen haben. Von vielen habe ich liebe Geschenke bekommen und ganz viele Süßigkeiten. So viel kann ich ja gar nicht essen oder mitnehmen. 😀

Jetzt fliege ich morgen aber noch mit meiner Familie für 7 Tage in den Urlaub um ein letztes mal Zeit mit ihr zu verbringen.

Euch wünsche ich auch schöne und erholsame Ferien!

Eure Sarah

Zeit rennt

Hey Leute,

mittlerweile ist es nur noch 1 Monat bis zu meinem Abflug. Ich muss sagen, die Zeit vergeht wie im Flug, seit dem ich meine Gastfamilie bekommen habe. Die Nervosität steigt und ich freu mich immer mehr.

Am Montag habe ich den Tuberkulose Test machen lassen, der auch negativ ausgefallen ist. Tat zwar kurz weh, aber ich möchte ja nicht das irgendetwas meinem Auslandsaufenthalt im Wege steht, deshalb nehme ich so etwas gerne in Kauf.

Wie ich bereits in meinem letzten Eintrag berichtet habe, habe ich mein Visum beantragt. Am Donnerstag hatte ich einen Termin in der amerikanischen Botschaft in Frankfurt bekommen und bin dort dann mit meiner Mama hingefahren. Das ganze ging auch relativ fix vor Ort. Ich musste nicht viel machen außer meine Fingerabdrücke mehrmals abgeben und eine kurze Frage beantworten, warum ich in die Staaten einreisen möchte, meinen Reisepass da lassen und das war es auch schon so gut wie. Ich hatte mir das Ganze viel schwieriger und komplizierter vorgestellt, als es im Endeffekt dann war. Ich glaube, manchmal macht man sich einfach zu viele Gedanken. Samstag Morgen kam der Reisepass auch schon wieder zurück zu mir nach Hause mit meinem eingeklebten Visa. Ich muss zugeben, ich war schon bisschen stolz als ich gesehen habe, dass ich offiziell in die USA einreisen darf und eine Seite meines Reisepasses mit den dicken Worten „ Visa- United States of America “ versehen wurde. Dazu war ich auch erst einmal überrascht, dass ich ihn nach 3 Tagen zugeschickt bekommen habe, denn das Personal in der Behörde sprach von etwa einer Woche.

Heute ist die Gastschwester aus den USA von meiner Schwester zu uns gekommen und wir haben kleine Unternehmungen zusammen gemacht. Ihren amerikanischen Akzent verstehe ich eigentlich ganz gut und das hat mir auch schon irgendwie einen kleinen Teil meiner Sorgen genommen.

Manchmal fühlt sich das Ganze noch wie ein Traum an, aber wenn ich mich jetzt schon von den ersten Freunden oder Bekannten verabschieden muss, die Schulwochen rückwärts zähle, die ich mit meinen Freunden noch habe, oder meine Abschiedsparty plane, wird mir erst mal klar, wie unfassbar nah mein Auslandsjahr vor der Tür steht.

Eure Sarah

Vorbereitungstreffen und Visum

Hi friends, 

wie angekündigt wollte ich mich nach dem Vorbereitungstreffen wieder hier auf meinem Blog melden. Da ich meine Versprechen halte, erzähle ich euch heute wie es so war und was wir alles gemacht haben. Erste Infos zu meinem Visum kann ich euch auch schon geben. 

Am Samstag Morgen haben wir uns alle getroffen. Ich fand es super cool bekannte Gesichter vom Stipendienauswahltag wieder zu treffen und untereinander die neusten News auszutauschen, ob sie schon ihre Gastfamilien haben, wo sie platziert sind und wie ihre Familien aussehen. Es gab natürlich auch welche die ihre Familie noch nicht haben, aber das ist ja weiter auch nicht tragisch.

Am Vormittag haben wir in kleineren Gruppen uns erst einmal kennengelernt mit einer Vorstellungsrunde und einem kurzen Spiel. Danach haben wir über verschiedene Kulturen und über den Umgang mit diesen geredet. 

Nach dem Mittagessen hatten wir erst noch Freizeit und dann wurden wir in Gruppen nach unseren Gastländern aufgeteilt und mussten dort verschiedene Gruppenarbeiten machen und diese anschließend auch kurz vorstellen. Ein Inhalt von einer Gruppe war zum Besipiel wo Probleme innerhalb der Familie auftreten könnten und wie man dann vorgeht um diese zu lösen. Danach haben wir zusammen ein Gruppenfoto gemacht und später ein kleines Spiel gespielt, was ganz lustig war. Zurück in der Jugendherberge haben wir kurze Rollenspiele eingeübt, wo wir uns in die Rolle der Gastfamilie reinversetzen sollten, und vorgeführt. Vor dem Abendessen haben wir unsere Zimmerschlüssel bekommen und dann ging es auch schon ab zum Essen. 

Nach dem Abendbrot hatten wir wieder Zeit zur freien Verfügung, in der ich mit Freunden auf eine große Wiese gegangen bin. Dort haben wir uns noch lange über unsere Erwartungen, Wünsche, Ängste und Sorgen ausgetauscht. 

Das coole ist einfach, dass es so viele sind, die den selben Traum wie du haben, aber auch die selben Sorgen. Ich habe mich absolut nicht alleine gefühlt mit meinen Erwartungen und das gibt einen auch noch mal super viel Kraft. 

Sonntag Morgen nach dem Frühstück sind unsere Eltern dann gekommen und wir wurden weiter vorbereitet auf unseren Austausch und super gut informiert. 

Was ich auch noch ganz cool fande ist, dass ich schon andere Austauschschüler kennen lernen konnte, die zusammen mit mir nach New York fliegen werden. 

Jetzt fühle ich mich schon sehr gut vorbereitet und ich hoffe es geht nichts mehr schief. 

Am Wochenende habe ich auch schon meine Visumsunterlagen per Post erhalten. Zusammen mit meinen Eltern habe ich dann heute alles ausgefüllt. Das Ganze war sehr zeitintensiv und auch nicht gerade einfach, aber mit einer Ausfüllhilfe konnten wir dies dann auch meistern. Bald kann ich dann einen Termin in der Behörde vereinbaren, wann ich das Visum abholen werde.

Mittlerweile sind es nur noch 59 Tage bis zum Abflug und meine Vorfreude wird immer größer. Mit meiner Gastfamilie habe ich weiterhin Kontakt, worüber ich mich sehr freue und meine Gasteltern immer mehr kennenlerne. 

Eure Sarah

71 days left

Hey Leute, 

Ich heiße Sarah, bin 15 Jahre alt und werde das Schuljahr 2017/2018 in den USA verbringen und euch auf diesem Blog von meinen Erfahrungen und Erlebnissen berichten. 

Ein Auslandsjahr zu machen war immer schon mein Traum, den ich am Anfang niemanden erzählen wollte. Meine ältere Schwester hat 2015/16 10 Monate in Colorado einen Schüleraustausch gemacht mit Ayusa. Immer mehr Freunde und Verwandte haben mich gefragt, ob ich auch vorhabe, diesen Weg zu gehen. Ziemlich schnell war für mich klar, dass es ein guter Zeitpunkt ist, von meinem Traum zu erzählen. 

Letzten Sommer habe ich mich also bei Ayusa beworben. Erst die Kurzwerbung und kurz darauf auch schon die ausführliche Bewerbung. Alleine schon beim Bewerbungsschreiben hatte ich sehr viel Spaß und hatte erste Erfahrungen gesammelt. Ende November wurde ich zum Stipendienauswahltag eingeladen. Ich war schrecklich aufgeregt, aber meine Nervosität hatte sich schnell gelegt. Verschiedene Gruppenarbeiten, Lese- und Hörverstehenstest und ein Einzelinterview mit einer Ayusabetreuerin ließen den Tag ziemlich schnell umgehen.

Ich musste relativ lange warten, bis ich einen Brief von Ayusa bekommen habe in dem stand:  „Wir möchten Sarah mit einem Teilstipendium fördern. Herzlichen Glückwunsch!“ Diesen Satz musste ich 3 mal lesen bis ich realisiert hatte, dass ich tatsächlich ein Stipendium in Höhe von 500€ bekommen habe. Ebenfalls wurde ich von einer Partnerorganisation, Deutsch- Amerikanische Gesellschaft Bergischen Land, zum Thanksgiving Dinner eingeladen und konnte dort sehr viel von Returnees erfahren. 

Dass ich meinen Traum mit Ayusas Hilfe verwirklichen möchte war für mich ziemlich schnell klar, denn die Mitarbeiter sind super freundlich und die Organisation könnte nicht besser sein.

Ende Februar habe ich in einer Email erste Informationen zu meinem neuen Wohnort bekommen. Dadurch das ich für meine High School noch ein spezielles Formular ausfüllen musste und der Platz an der Schule noch nicht sicher war, hatte ich keine weiteren Informationen bekommen. Das einzige was ich wusste war,  dass es nach Florida geht. Schon bei dieser Mitteilung war meine Vorfreude riesig weiteres zu erfahren. Jeden Tag habe ich mehrmals in mein Emailpostfach geguckt, ob ich nicht eine neue Email habe, bis ich Ende April endlich die ersehnten Details zu meiner Familie, Wohnort und weiteres bekommen haben. Bei der ersten Gelegenheit habe ich Kontakt zu meiner Familie aufgenommen und wir schreiben zwischendurch immer mal wieder. 

Ich kann euch ja mal erzählen wie mein zweites Leben aussehen wird. Ich werde zusammen mit meiner Gastmutter, die Professorin an einer Universität ist, meinem Gastvater, der bereits pensionierter Bänker ist, und zwei Chihuahuas in Jacksonville in Florida leben. Meine Eltern haben bereits erwachsene Söhne und sogar schon Enkelkinder. Meine Familie ist in der Kirche sehr engagiert und auch super musikalisch. Da ich selber in der Kirche viel mache und Gitarre spiele, passt meine Familie perfekt zu mir. Ich freue mich schon sehr sie persönlich kennen zu lernen und mit ihnen zusammen etwas zu unternehmen. Dort werde ich jeden Morgen mit dem School Bus zur Schule fahren, die um einiges größer ist als die Schule auf die ich hier in Deutschland gehe. 

Am 26.07. werde ich dann in den Flieger steigen und über den großen Teich erst einmal nach New York fliegen und anschließend weiter zu meiner Gastfamilie.

Letztes Wochenende habe ich ein Abschiedsbuch erstellt, um das sich jetzt meine Schwester kümmert, denn ich möchte, dass es eine Überraschung wird, wenn ich es mir auf dem Flug in die USA angucke.

Ich glaube das war es jetzt auch erstmal an Neuigkeiten, die ich euch erzählen wollte. 

Jetzt zähle ich die Tage rückwärts bis es endlich losgeht!

Ich melde mich dann wieder, wenn ich vom Vorbereitungstreffen Ende Mai zurück bin. 

Eure Sarah

Hallo Welt!

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